Damla  




Land: Indien
Geburtstag: 19. Oktober 2005
Lieblingsspiel: Murmeln
Aufgabe zu Hause: Tiere hüten
Sprache: Malvi
Volksgruppe: Mina

Damla lebt mit seiner Mutter im Projekt Pratapgarh. Er hat 3 Brüder.


Pate: Katja Rosenthal

"Zufällig habe ich mich im letzten Sommer entschieden, eine Rundreise durch Nordindien zu unternehmen. Es war immer schon mein Wunsch, das Taj Mahal und Tiger in freier Wildbahn zu sehen und so war ich dann im November 2012 in Rajasthan.
Die Reise war sehr interessant, aber auch sehr anstrengend, weil ich die vielen Eindrücke, die ich am Straßenrand aufgenommen habe, erst verarbeiten musste. Ich habe schon andere arme Länder bereist und wusste durch Gespräche mit anderen Indienreisenden auch, worauf ich mich einlasse. Entsprechend bin ich mit gemischten Gefühlen ins Flugzeug gestiegen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich auf meinen anderen Reisen so viel Armut (oder Plastikmüll) gesehen habe. Überall leben Menschen in improvisierten Zelten am Straßenrand, ohne Zugang zu Wasser oder Kanalisation. Dadurch sieht man oft am Straßenrand Menschen, die ihre Notdurft verrichten. Die ganz armen Menschen liegen nur in einer Decke am Straßenrand und leider kann es auch passieren, dass am Straßenrand eine Leiche liegt. Im November war es trocken und angenehme 29 Grad Celsius. Wie es ist, in der Regenzeit und im Matsch in diesen Zelten leben zu müssen, möchte ich mir eigentlich gar nicht vorstellen.
Besonders betroffen hat mich die Tatsache gemacht, dass, obwohl in Indien Schulpflicht herrscht und zu meiner Reisezeit keine Ferien waren, viele Kinder im schulpflichtigen Alter vormittags nicht in der Schule waren. Diese Kinder werden in einem der bevölkerungsreichsten Länder unserer Erde kaum eine Chance haben, ihrer Armut zu entrinnen.

Dadurch, dass Jans Projekt und meine Reise zeitlich eng zusammen gefallen sind, habe auch ich mich für eine Patenschaft in diesem Projekt angemeldet.

Mein Patenkind heißt Damla und ist 7 Jahre alt. Damlas Vater ist leider verstorben, so dass seine Mutter alleine für ihn und seine 3 Brüder sorgen muss.

Trotz der Armut hat mir Indien sehr gut gefallen und ich kann mir gut vorstellen, noch einmal hinzufahren und vielleicht auch mein Patenkind zu besuchen.
Ich hoffe, dass sich noch viele Personen entscheiden, dass Projekt zu unterstützen, wenn nicht mit einer Patenschaft, dann doch vielleicht mit einer kleinen Spende, damit wir die Lebensbedingungen in Pratapgarh etwas verbessern können."


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